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du meine liebe! ich finde diese Idee au... ercabi,2017.05.09, 16:29

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Kurz vor Silvester habe ich auf Facebook... brebis galeuse,2017.01.14, 15:091 Kommentare

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Samstag, 14.01.2017, 15:09
Kurz vor Silvester habe ich auf Facebook die Idee entdeckt, ein leeres Glas für das neue Jahr zu reservieren, in dem kleine Glücksmomente konserviert werden. Kurze Notizen, Bilder, Eintrittskarten, was auch immer.
Damit man beim nächsten Katastrophenjahresrückblick, der mich persönlich immer wieder in der Überzeugung zurücklässt, dass es das war mit der Welt; Oder nein: mit der Menschheit, trotzdem locker bleibt.
Jedes Jahr, wenn ich wieder bei einem dämlichen RTL/Pro7/wasauchimmer-Countdown der größten Skandale/Katastrophen/Enttäuschungen des vergangenen Jahres hängen bleibe, überlege ich am Ende verzweifelt, ob das neue Pandababy wirklich das Beste was, was uns in den letzten 12 Monaten widerfahren ist.
Dann bekomme ich Wut auf die Medien, die das alles so genüsslich durchkauen, als würde es die Moderatoren nicht betreffen, dass Städte zerbombt werden, das Klima sich immer dramatischer ändert, wieder zig Arten ausgestorben sind und unser Bildungssystem unter aller Sau ist.
Im nächsten Moment schlägt die Wut dann auch schon um in Selbsthass, weil ich so leicht manipulierbar bin. Von den Medien, von denen, die die Medien 'Lügenpresse' schimpfen und überhaupt von allem, was von außen so auf mich einprasselt.

Mir geht's da wie vielen anderen Menschen. Mit dem Älterwerden kommen die veklärten Erinnerungen an früher, wo alles noch besser war.

Ich weiß jetzt, woran es liegt: es liegt nicht an den Zeiten, es liegt am Alter selbst. Wenn ich mir heute meinen Sohn ansehe, der völlig unbekümmert in die Zukunft schaut, dann erinnere ich mich dunkel an eine Zeit, in der wir keine Milch trinken und nicht in der Sandkiste spielen durften.
Grund: SuperGAU in Tschernobyl.
Damals war für mich aber das Dramatischste daran, dass ich eben nicht draußen spielen sollte.
Ich habe mir keinen Kopf wegen Strahlenkrankheit und Halbwertszeiten gemacht.
Oder der Jugoslawienkrieg: alles, woran ich mich erinnere ist, dass wir Österreicher ganz toll waren, weil wir Lastwagen mit Hilfsgütern in die Kriegsgebiete geschickt haben.

Die Zeiten waren damals also nicht wirklich besser, aber ich war jung und unbekümmert.
Ich hatte auch kein Internet, dass mich ununterbrochen damit konfrontiert hat, dass - wenn ich China nur genug Säcke mit Reis gleichzeitig umfallen - diese bestimmt durch die Erdkugel brechen und bei uns wieder rauskommen und bestimmt den guten österreichischen Wein für immer vernichten werden.
Oder sowas Ähnliches eben...

Und daher kommt also meiner Meinung nach das 'früher war alles besser'.
Gut, die Erkenntnis habe ich bestimmt nicht als Erste gehabt, aber auf mache Dinge kommt man trotz Internet ja immer noch durch Nachdenken.

Auch wenn ich das Nachdenken gerne einstellen würde.

Dann würde ich vielleicht besser Luft bekommen.

Und müsste nicht - wegen Luftknappheit und Zeitmangel zum Arzt zu gehen - erst recht wieder im Internet danach suchen, warum ich keine Luft kriege.

Da ist dann von Asthma über Panikattacken und Schilddrüsenerkrankung bis zu COPD alles dabei und komisch: das macht's dann irgendwie auch nicht besser mit der Luft.

Einerseits wünsche ich mir ja, dass es einfach nur psychisch ist. Das klingt dann zumindest so, als hätte man es selbst in der Hand, das wieder hinzubekommen.
Andererseits ändert das ja nichts an der Tatsache.
Sicherheitshalber habe ich heute also eine Überdosis Euthyrox genommen und mit meiner Mama einen Yogakurs begonnen.

Sie hat mir auch vorgestern, als sie meinen Sohn gehütet hat, eine Tageslichtlampe auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen. Mit einem kleinen Zettelchen ''probier's mal''.
Das habe ich zuerst nett gefunden; als dann S. nachhausegekommen ist, habe ich ihm das Teil aber vor die Füße geworfen und ihn angeschnauzt, dass ich es ziemlich satt habe, dass alle meinen, ich könne mit solchen Dingen kompensieren, dass mein Leben einfach nicht so läuft, wie ich mir das wünsche.
Am nächsten Tag habe ich die Lampe aber dann trotzdem mit ins Büro genommen (sie war zum Glück depressionssicher verpackt und hat noch funktioniert) und mich den ganzen Arbeitstag anleuchten lassen. War gut.

Um nochmal auf das Glas zurückzukommen: ich habe so ein Glas zuhause, da waren früher Nudeln drin, aber die habe' ich dann erst recht immer aus der Packung statt aus dem dekorativen Glas genommen und motiviert wie ich war, zum Jahreswechel einen persönlichen reset durchzuführen, habe ich das als Zeichen aufgefasst, so ein Glücksmomenteglas zu füllen. Klingt ja mal einfach: die kleinen Dinge schätzen, die uns definitiv jeden Tag widerfahren. Schließlich könnte es uns kaum besser gehen.

Langer Rede kurzer Sinn: das Glas ist heute noch leer.
Und das, obwohl ich nicht darauf vergessen habe. Aber ich fühle ich leider auch nach dem 1.1. jeden Tag so beschissen, dass ich es nicht schaffe, kleine Glücksmomente zu sammeln.
Und auch, wenn ich drüber nachdenke gibt es nichts, was mich glücklich gemacht hat.
Außer L., meinem Sohn. Der toll ist. Und jeden Tag noch ein bisschen toller wird. Er ist hübsch, klug, lustig und liebenswert. Ich könnte ihn stundenlang ansehen und mich freuen, wie perfekt er ist.
Leider habe ich kaum Zeit, ihn anzusehen. Und wenn wir dann beide da sind (das ist jetzt grade der Moment, wo ich wieder mal zu heulen beginne), dann fehlt mir die Kraft, ihm gerecht zu werden.
Und er ist 8 - er kommt selbst meistens erst abends nachhause und seine Lust ist dann auch begrenzt, noch was mit mir zu machen.
Wir sind beide fertig und er will 'chillen', was bedeutet, dass er sich auf youtube anschaut, wie andere Leute auf der PS 'Minecraft' spielen.
Und ich würde auch gern chillen, muss aber noch Hausarbeit machen. Also bügle ich, bringe ihm was zu essen, putze das WC, bringe ihm was zu trinken, werfe die Waschmaschine an, begutachte sein neuestes Minecraftbauwerk, und plötzlich ist es 20h30. Bis er im Bett ist, ist es 21h.
Ich falle auf die Couch und schalte mein Hirn ab, was mir immer erst mit Hilfsmitteln gelingt. Ohne die ich immer weitermachen muss. Irgendwas, obwohl ich eigentlich nichts machen will.

So, jetzt muss ich Schluss machen, weil ich bei meiner eigenen Geschichte nicht mehr durchblicke.